Wir Erben

Wir Erben

Was Geld mit Menschen macht

Erschienen am 16.03.2015
320 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-8270-1209-8
€ 19,99 [D], € 20,60 [A], sFr 26,90
Lieferzeit 2 Werktage

»Konnte es sein, dass es einen Faktor gibt, der für uns, alle um die dreißig, die Frage „Wie wirst du leben?“ mitentscheiden würde? Einen Faktor, an den ich bis dato nie gedacht hatte? Die Antwort auf die Frage: „Bist du Erbe oder nicht?“«

Sie leben mitten unter uns und doch im Verborgenen. Wir kennen sie, aber wir wissen nichts von ihnen. Julia Friedrichs begibt sich in eine Parallelgesellschaft und erzählt die Geschichten von Menschen, deren Leben durch ein Erbe bestimmt wird. Wie lebt man, wenn man schon durch den Namen als Spross einer Dynastie zu erkennen ist? Was bewegt einen Patriarchen, seine Kinder zu enterben, und wie entsteht die Versuchung, für ein Erbe zu töten?

Die Autorin zeichnet ein sensibles Psychogramm Deutschlands. Sie entdeckt ein Land, das wie kaum ein anderes Erbe begünstigt und Arbeit belastet. Warum gibt es kaum Debatten um diese Ungleichheit? Und was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn vor allem der ein sorgenfreies Leben führt, der in die richtige Familie hineingeboren wird, und nicht der, der Engagement und Ideen einsetzt?

Ein Porträt der Menschen, die Deutschland künftig prägen werden.

 

Leseprobe

Prolog
Eigentlich ist es ungehörig, diesen Text zu schreiben. Denn dem Erben geht meist das Sterben voran. Und wenig ist so intim wie der Tod. Wenn ein Leben mit dem letzten Atemzug erlischt – weil das Herz aussetzt; weil der Krebs gefräßig ist; das Auto zu schnell. Dann ist das privat, geht nur die an, die den Toten kannten, liebten, hassten; die schreien, weinen oder beschämt aufatmen: die Frauen, Kinder, Enkel. Die Erben. Warum also darüber schreiben?
Weil selbst ein intimer Akt wie der Tod das Leben aller verändern kann. Zumindest, wenn er sich tausendfach wiederholt. Das nächste [...]

Julia Friedrichs

Julia Friedrichs

Julia Friedrichs, geboren 1979, studierte Journalistik in Dortmund. Heute arbeitet sie als freie Autorin von Fernsehreportagen und Magazinbeiträgen, u. a. für die WDR-Redaktionen »die story« und »Aktuelle Dokumentation« sowie für die »Zeit«. Für eine Sozialreportage wurde sie 2007 mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten und dem Ludwig-Erhard-Förderpreis ausgezeichnet. 2010 erhielt sie den Nachwuchspreis des deutsch-französischen Journalistenpreises. 2013 war sie für den Deutschen Reporterpreis nominiert, 2014 erhielt sie den Medienpreis der Deutschen Telekom Stiftung.

Julia Friedrichs lebt in Berlin. Sie veröffentlichte die Bestseller »Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen« (2008), »Deutschland dritter Klasse. Leben in der Unterschicht« (mit Eva Müller und Boris Baumholt, 2009) und »Ideale. Auf der Suche nach dem, was zählt« (2011).

 

0 Buchblog: Veröffentlicht am 15.04.2015 - 16:59 von

Eine gewaltige Erbschaftswelle

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Nach und nach werden sie alle reden wollen ...

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Wir Erben: Wie alles anfing

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Veranstaltungen

Lesung und Gespräch: Am Sonntag, 25. September 2016 in Schöneiche bei Berlin
Julia Friedrichs liest aus "Wir Erben"

N.N.

Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Kulturgießerei, An der Reihe 5 , 15566 Schöneiche bei Berlin

Rezensionen und Pressestimmen

NDR "3 nach 9"


»Die vielfach ausgezeichnete Journalistin Julia Friedrichs hat Erben und Erbende getroffen und sich die Frage gestellt, wie das "geschenkte Geld" die Gesellschaft künftig verändern wird.«   

clara - Das Magazin der Fraktion die Linke


»Ein großes Thema der Journalistin Julia Friedrichs ist die Chancengerechtigkeit. Sie untersuchte bereits, welchen Unterschied es in Sachen Bildung, Teilhabe oder nun Vermögen macht, wenn jemand aus einem reichen Elternhaus stammt oder nicht.«   

Die Presse


»Über Geld spricht man.«   

NDR "Klasik á la carte"


»Über Geld spricht man nicht. Schon gar nicht, wenn es vererbt wurde. Julia Friedrichs hat trotzdem genau das gemacht und aus ihren Gesprächen mit verschiedenen Erben ein Buch geschrieben.«   

ARD "Günther Jauch"


»In diesem Jahrzehnt wird in Deutschland Vermögen im Wert von bis zu drei Billionen Euro vererbt – so viel wie nie zuvor. Mit der goldenen Erbengeneration komme aber auch eine neue Ungerechtigkeit, warnt Journalistin Julia Friedrichs. Wohlstand gehe künftig immer weniger mit Leistung und Arbeit einher.«   

Süddeutsche Zeitung


»In Deutschland wird der Abstand zwischen Arm und Reich immer größer, beklagt Julia Friedrichs – und fragt sich, warum Sozialdemokraten das nicht ändern.«   

Süddeutsche Zeitung


»Julia Friedrichs beschriebt in ihrem Buch 'Wir Erben' die ungerechte neue Umverteilung in Deutschland.«   

ZDF aspekte


»Es ist eine gigantische Erbschaftswelle, die in den nächsten zehn Jahren auf Deutschland zu rollt: Drei Billionen Euro werden in diesem Zeitraum von der Wirtschaftswundergeneration an Kinder und Enkel vermacht. Aber was hat dieser Tsunami für unsere Gesellschaft zu bedeuten?«   

Die Zeit


»Die Erbenrepublik – Fünfzig Prozent der Deutschen werden in den kommenden Jahren etwas erben, die anderen nichts. Julia Friedrichs fragt, was das wohl mit uns allen macht.«   

Zeit Magazin


»Noch nie wurde in Deutschland so viel Vermögen vererbt. Ist es gerecht, dass manche, ohne zu arbeiten, viel Geld kriegen und dafür kaum Steuern zahlen? Zeit für ein paar Fragen.«   

Spiegel Online


»Sie erben Geld, Schmuck, Immobilien – glücklich sind sie nicht. Die Autorin Julia Friedrichs hat sich mit Menschen befasst, die durch Nachlässe wohlhabend geworden sind. Und viel zu grübeln haben.«   

faz.net


»Eine zunehmende Zahl von Menschen muss mit den Verschlechterungen ihrer Lebensbedingungen umgehen, während sich gleichzeitig eine Minderheit eines wachsenden Reichtums erfreuen kann.«   

hr 2 Kultur "Das aktuelle Kulturgespräch"


»Die Nachkriegsgeneration wird ihr Vermögen an die Kinder und Enkel weiter geben - ein Vermögenstransfer in noch nie dagewesenem Ausmaß. Die Konsequenz: Deutschland wird ungerechter werden. Und die Frage wird künftig lauten: Bist du Erbe oder nicht? Die Journalistin Julia Friedrichs hat über diese Frage ein Buch geschrieben - im hr2 Kulturcafé spricht sie über ihre Recherchen.«   

WDR 3 "Resonanzen"


»Deutschland steht eine riesige Erbschaftswelle bevor. Doch wer die ominösen Erben sind, ist nur schwer auszumachen. Bloß nicht auffallen, ist die Devise. Die Journalistin Julia Friedrichs spürt in ihrem Buch 'Wir Erben' dieser plötzlich zu Reichtum gekommenen Spezies nach und macht überraschende Entdeckungen.«   

rbb Kulturradio


»Noch nie gab es in der Generation der Rentner und Pensionäre so viel Vermögen. Aber was macht das viele Geld mit den Erben? Ist es gerecht, dass manche Menschen so viel Geld bekommen, ohne zu arbeiten? Fragen, die Julia Friedrichs in ihrem Buch 'Wir Erben' beantworten möchte.«   

flux fm


»Was ganz dringend nötig ist, ist das wir uns darum Gedanken machen, wie wir dieses Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Kapital auflösen können. In den letzten 20 Jahren ist eine Entwicklung in Gang gekommen: Arbeit wird immer stärker belastet und man hat immer weniger Möglichkeiten allein durch Arbeit zu Vermögen und Wohlstand zu kommen.«   

WDR "West Art Talk"


»Das Thema Erben ist eines der letzten großen Tabus in Deutschland.«   

MDR Figaro


»Friedrichs schreibt flüssig und erzählerisch, flicht die Ebenen geschickt ineinander, bleibt selbst auch sichtbar mit ihren Gedanken und Gefühlen. Spricht auch das Thema ‚Neid‘ an, was wichtig ist, schließlich ist niemand davor gefeit. Umso wichtiger, dass die Autorin damit klar und offen umgeht: ein erhellendes, kluges Buch.«   

ORF "Kontext - Sachbücher in Themen"


»Über das Erben zu reden, gilt allgemein als indiskret. Gleich zwei Tabuthemen hängen daran: der Tod und das Geld. Die deutsche Journalistin Julia Friedrichs hat es dennoch getan und sagt, es war höchste Zeit dieses Thema endlich aufzurollen. Denn: Das nächste Jahrzehnt wird die Dekade der Erben. In Deutschland werden geschätzte drei Billionen Euro als Erbschaft den Besitzer wechseln - ein noch nie dagewesener Vermögenstransfer.«   

ZDF "Berlin direkt"


»In der Erbenrepublik verschiebt sich das Verhältnis zwischen Erarbeiteten und Vererbten Vermögen. Nur darüber wird derzeit noch nicht gesprochen.«   

NDR Info


»Billionen von Euros werden in den nächsten Jahren in Deutschland vererbt - mit eklatanten Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft!«   

Hessischer Rundfunk "Hauptsache Kultur"


»Sie hat unterschiedliche Menschen getroffen: Erben, denen das Geld peinlich ist; Erben, die sich mit ihren Miterben zerstreiten - und Erben, die plötzlich so reich sind, dass sie keinen Sinn im Leben finden. Außerdem fragt Julia Friedrichs in ihrem Buch "Wir Erben", welche gesellschaftlichen Veränderungen sich dadurch ergeben. Denn die soziale Spaltung in Deutschland wird durch das Vererben noch größer: Ist das überhaupt gerecht?«   

Radio Bremen "3 nach 9"


»Die vielfach ausgezeichnete Journalistin Julia Friedrichs hat Erben und Erbende getroffen und sich die Frage gestellt, wie das "geschenkte Geld" die Gesellschaft künftig verändern wird.«   

MDR Figaro


»Noch nie wurde in Deutschland so viel Vermögen vererbt. Was macht es mit der Gesellschaft, dass manche viel Geld kriegen ohne zu arbeiten - und dafür kaum Steuern zahlen?«   

SWR "Frank Elstner - Menschen der Woche"


»Julia Friedrichs geht in ihrem aktuellen Buch der Frage nach, wie das beträchtliche Erbe der Nachkriegsgeneration, das nun an die Kinder und Enkel weiter gegeben wird, unsere Gesellschaft verändern wird.«   

Süddeutsche Zeitung


»Kein gutes Zeichen, wenn die bloße Frage nach Gerechtigkeit sofort als Neid denunziert wird.«   

ZDF "Markus Lanz"


»Für ihr aktuelles Buch 'Wir Erben' hat Julia Friedrichs zahlreiche Erben und Erblasser interviewt. Die Autorin berichtet von ihren Begegnungen und erklärt, warum jedes fünfte Erbe einen Familienstreit auslöst.«   

Wiener Zeitung


»Warum in Deutschland das Erben nicht angetastet werden darf, hat die deutsche Journalistin Julia Friedrichs zu erforschen versucht und hat darüber ein Buch geschrieben.«   

Rhein-Sieg-Anzeiger


»Durch das geltende Steuerrecht profitiert die Allgemeint nur selten von diesem sprudelnden Geldsegen. Für ein gerechteres System plädiert die Schriftstellerin deshalb in ihrem Werk, ist aber weitab von einem Feldzug gegen die vermeintlich glücklichen Erben.«   

goethe.de


»Das Thema wird weitestgehend tabuisiert, das ist typische deutsch. Geld gilt als etwas Intimes, über das nicht einmal mit Freunden gesprochen wird, mit denen man sonst alles teilt.«   

Das Büro


»Die Autorin zeichnet ein unterhaltsames Psychogramm der Generation Erbe, bei dem ihre eigenen Gedanken und Gefühle stets deutlich sichtbar bleiben.«   

Werther Aktuell


»Der Journalistin und freien Autorin Julia Friedrichs ist ein vielschichtiges Porträt der Menschen gelungen, die Deutschland künftig prägen werden.«   

Forum


»Erbschaften verändern Menschen und auch unsere Gesellschaft. Wie genau, ist noch offen. Julia Friedrichs aber zeigt, dass wir dringend darüber reden müssen. Auch wenn die Mehrzahl der in Deutschland lebenden Menschen eine Erhöhung der Erbschaftssteuer ablehnt und die Politik das Thema lieber nicht anfasst – es wird uns früher oder später alle betreffen.«   

Kommentare zum Buch
1. Unglaubwürdig
Reinhard Odoj am 24.05.2015 - 09:37:19

Sowohl bei H. Jauch als auch im SZ-Interview vom 23.05.2015 erwähnt Frau Friedrichsen, dass in ihrem privaten Umfeld einige Freunde anfingen, Eigentumswohnungen (wg. Erbe) für 400000 - 800000 zu kaufen. Da scheint das private Umfeld von Fr. Friedrichs anscheinend älter zu sein als sie selbst.

2. Sendung von Günther Jauch am 17.5.
Christiane de Carvalho am 21.05.2015 - 12:26:40

Liebe Frau Friedrich, auch ich habe die Sendung gesehen und möchte noch ein paar Gedanken hinzufügen. Es war in der Sendung immer wieder davon die Rede, dass der Erbfall für den Staat ein guter Zeitpunkt wäre über höhere Erbschaftssteuern Geld einzunehemen. Ich bin der Meinung, dass es viel besserer Momente für den Staat gäbe Geld zu bekommen, um soziale Schieflagen auszugleichen. Man sollte zu Lebzeiten die Menschen mit sehr hohen Einkommen und Vermögen ausreichend besteuern, Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen oder sich überlegen, ob der Staat Kindergeld an Vermögende zahlen sollte! Die soziale Schieflage entsteht nicht erst dann, wenn Kinder von reichen Eltern etwas erben, sondern wenn reiche Eltern ihren Kindern Privatschulen, Privatuniversitäten und private Krankenversicherungen finanzieren können. Diesen Kindern werden zu Lebzeiten der Eltern Wohnungen geschenkt oder umgeschrieben. Der Vorteil, den diese Kinder haben entsteht nicht erst zum Zeitpunkt des Todes der Eltern. Wenn sie die Erbschaftssteuer verschärfen wird der Staat nur einen Bruchteil der erhofften Summe erhalten, weil es schon jetzt genügend Mittel und Wege gibt dies zu umgehen. Eben über Schenkungen und Umschreibungen. Außerdem halte ich es für unsinnig, dass viele Menschen mit dem Erbe spekulieren, da sich der Todeszeitpunkt der Eltern, ja schwer voraussehen läßt. Ich kenne wenig bis keine Menschen, die in jungen Jahren geerbt hätten. Vielmehr ist es durch die gestiegene Lebenserwartung so, dass die Erben in meinem Bekanntenkreis eher selbst im Rentenalter oder kurz davor sind. Weiterhin frage ich mich warum sie der Meinung sind etwas aufholen zu müssen. Ich hatte auch Klassenkameraden, die mit 18 einen Golf von ihren Eltern geschenkt bekamen, ich nicht, und das wollte ich nie aufholen... Ich denke, das es auch nur bedingt stimmt, dass unsere Generation weniger Vermögen erwirtschaften kann. Auch meine Eltern mußten sich für den Bau ihres Hauses einen Kredit aufnehmen, den sie über lange Jahre abbezahlt haben, ich hingegen profitiere gerade von einer historisch günstigen Zinslage bei Krediten. Zu guter letzt. Es mag ja sein, dass Götz Werner seinen Kindern nicht seine Firma vererbt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kinder bei einem Erbfall in der Familie Werner, und sei es nur über den Pflichtteil mehr als abgesichert sein werden.  

3.
am 18.05.2015 - 11:59:09

4.
am 18.05.2015 - 11:59:08

5.
am 18.05.2015 - 11:59:06

6. Unverdient reich – ist Erben gerecht?
Stefan Elbel am 18.05.2015 - 10:37:04

Nicht nur das Erben wird zu wenig belastet, vor allem auch die Arbeit mit Geld (Finanzsektor) wird weniger belastet als wirkliche Arbeit.   Es gibt sehr sehr reiche Familien-Dynastien. Die würden nicht arm, wenn sie mehr Erbschaftssteuer zahlen müssten.   C. Butterwegge: "Wenn der private Reichtum so enorm zunimmt, dann haben wir das Problem öffentlicher Armut. Da fehlen die Gelder für Kitas, Schulen und Betreuung. Deswegen bin ich der Meinung, Steuern müssen gezahlt werden.“   Darum müssten auch große Konzerne wie Amazon, McDonalds, Starbucks usw. in Deutschland ihre Steuern zahlen.   Als normaler Bürger zahlt man auf seinen Lohn Steuern, davon kauft man sich Dinge und zahlt dann noch einmal Steuern darauf (Mehrwertsteuer). Genauso ist mit dem Benzin. Hier zahlt man Mineralölsteuer und darauf auch noch einmal die Mehrwertsteuer. Also zahlt man doppelt Steuern. Und sollen die Erben verschont bleiben, weil ja schon der Erbe Steuern bezahlt hat? Das ist keine Gerechtigkeit, hier hat einfach die reiche Lobby (Konzerne in Familienbesitz wie z.B. Quandt usw.) die Politik auf ihrer Seite.   Als Grund dafür sieht sie vor allem den kaum gestiegenen Lohn der letzten 20 Jahre, das niedrige Zinsniveau, die Kosten für die Altersvorsorge und die hohen Immobilienpreise.   Natürlich kaufen sich Investment-Banker, im Auftrag vieler Reicher, den Wohnungsmarkt auf, der Staat bzw. die Kommunen verkaufen gleichzeitig die Sozial-Wohnungen und die Preise gehen in die Höhe.   Ist doch jedem seine Sache, was der mit seinem Vermögen macht? Im Grunde schon, aber bereits in unserem Grundgesetz Artikel 14 steht: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

7.
Ulf Meyer am 18.05.2015 - 09:06:57

Guten Tag, Frau Friedrich,   ich habe gestern Ihren Standpunkt in der Talkshow von G. Jauch angehört.   Vermögen wird aus bereits versteuerten Geld aufgebaut! Was der Eigentümer damit macht, ist allein seine Sache. Was hat der Staat damit zu tun? Oder geht es Ihnen als Journalistin nur darum Aufmerksamkeit für sich zu generieren und den Neid zu schüren?   Ihre und die Thesen von Herrn Butterwegge entsprechen dem roten Weltbild des WDR. Wollen Sie den Kommunismus wieder einführen? Leistung muss sich lohnen!   In der EU müssen einheitliche Steuerregeln rasch geschaffen werden. Es kann nicht sein, dass DAX- oder andere Konzerne mit Tricks via KPMG, E&Y, deren erhebliche Honorare steuerlich geltende gemacht werden, absolut keine Steuern zahlen. Warum greifen Sie diese Ungerechtigkeit nicht auf?   Hier gilt das Argument, Arbeitsplätze zu erhalten/schaffen" keinesfalls, sondern ausschließlich die Gewinnmaximierung? >>> Shareholders Value, das Zauberwort unserer Freunde in US, das alle Maßnahmen/Schritte rechtfertigt.   Unsere Wirtschaftskraft wird dazu missbraucht, die Fehlleistungen der Politiker z. B. in Irland oder Griechenland zu kompensieren! Schließlich war es Herr Draghi, der als IWF-Manager die Griechen beriet, wie sie entgegen der Spielregeln in die Währungsunion gelangen. Und heute kurbelt die EZB die Druckpresse an... Mit dem unwissenden Herrn Juncker wurde der Bock zum Gärtner gemacht!!!   Ulf Meyer ingulf@t-online.de      

8. Sendung bei Günther Jauch am 17.05.2015
Georg Boeck am 17.05.2015 - 23:04:46

Hallo Frau Friedrichs, ich habe Sie bei Günther Jauch am 17.05.2015 gesehen und unterstütze Ihre Position. Folgenden Kommentar habe ich auf der Homepage der Sendung hinterlassen, welcher Ihnen vielleicht noch das eine oder andere gute Argument liefert:   "Um als Gesellschaft international überlebensfähig zu bleiben, sollten wir Leistung honorieren und leistungslos erworbenes Vermögen hoch besteuern. Also: Einkommenssteuern runter und Erbschaftssteuern hoch! Familienbetriebe sind wichtig für Deutschland und müssen ebenfalls überlebensfähig bleiben. Meine Lösung lautet, dass der Staat nicht das Erben zum Zeitpunkt des Eintreten besteuert, sondern nur die späteren Privatentnahmen der Eigentümer/Erben. Diese Steuer der Privatentnahmen sollte deutlich über der individuellen Einkommenssteuer liegen und zwar solange, bis die Erbschaftssteuer insgesamt beglichen ist. Dies würde einerseits die Substanz der Familienunternehmen schützen und andererseits die Allgemeinheit an den großen Vermögen partizipieren lassen.   Ganz nebenbei würde sich auch noch die schwer zu kontrollierende Flucht vor der Einkommenssteuer vermindern, da der Großteil der Steuern nachgelagert anfällt und sich Erbschaften viel schwerer verheimlichen lassen. Meist schon durch die Erben selbst, welche sich um die Geheimkonten vor Gericht streiten."  

9. "Wir erb en - Was Geld mit Menschen macht"
Christine Crott, Wolkenburgstr.7, 53177 Bonn am 08.05.2015 - 11:15:49

Ich bin die stellv.Vorsitzende des Bonner Bildungsvereins: Arbeitsgemeinschaft für Bildung und Kultur e.V. (abk) Gerne würde ich mit Frau Friedrichs persönlich Kontakt aufnehmen, um anzufragen, ob sie im Jahr 2016 eine Lesung bei uns in Bad Godesberg machen würde. Für eine Antwort wäre ich dankbar. Freundlichen Gruß Christine Crott

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