Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben

Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben

Roman

Erschienen am 31.08.2015
160 Seiten
Leinen
ISBN: 978-3-8270-1295-1
€ 18,00 [D], € 18,50 [A], sFr 24,50
Lieferzeit 2 Werktage

»Ein wunderschöner, zärtlich-trauriger, poetischer, unnachahmlicher Spengler-Text.« Sten Nadolny

Jede Station in dieser Hommage an Jörg Immendorff ist auch eine Station der deutschen Geschichte der Nachkriegszeit, ein Ringen um Zerstören und Bewahren, um Anerkennung und Deutungshoheit. Geht es dabei auch komödiantisch zu? Es geht: Spott, Ironie und das Große Lachen vor Gericht sind weitere Facetten dieser Inszenierung. „Denn nur, wenn man beim Betrachten oder Hören oder auch beim Lesen eines Werkes der Kunst nicht an Kunst denken muss, und zwar keine einzige, nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde lang, erst dann begreift man Kunst“ (Jörg Immendorff).

Dem renommierten Schriftsteller und langjährigen engen Freund Tilman Spengler gelingt mit diesem Roman die spielerisch-leichte Wiedererweckung eines Menschen, der weit mehr als die Kunstszene über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

 

 

»Ein großes Vergnügen. Der Text liest sich amüsant wie wundersam sirrender Nonsense, gibt aber auch die Gewissheit, dass Immendorff und die Situationen genau getroffen sind, sozusagen mit genauer Zärtlichkeit. Ich stelle mir immer wieder Immendorff selbst vor, wie er die Texte liest und ins Kichern gerät, weil er sich völlig wahrgenommen und gleichzeitig auf die Schippe genommen fühlt.« Sten Nadolny

Leseprobe

Jede Station, jedes Tableau in dieser Erinnerung an ein Künstlerleben ist auch eine Station der neueren deutschen Geschichte. Es geht um Ruhm und die neue Religion der Provokation, um Auffallen und Anerkennung. Geht es dabei auch komödiantisch zu? Korrekt, es geht. Spott, Ironie und das Große Stille Lachen vor Gericht sind notwendige Facetten dieser Inszenierung. »Denn nur, wenn man beim Betrachten oder Hören oder meinetwegen auch beim Lesen eines Werkes der Kunst nicht an Kunst denken muss, und zwar keine einzige, nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde lang, erst dann begreift man [...]

Tilman Spengler

Tilman Spengler

Tilman Spengler, geboren 1947, promovierter Sinologe und Historiker, war mehrere Jahre am Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften tätig. Er ist Autor von Romanen, Erzählungen und Essays und Herausgeber der Zeitschrift "Kursbuch".

Rezensionen und Pressestimmen

Frankfurter Neue Presse


»Die spöttische 'fiktionale Biografie' nimmt den Kunst- und Politbetrieb auf die Schippe und erzählt in 15 Tableaux aus dem Leben eines der schillerndsten und bedeutendsten Nachkriegskünstlers Deutschlands.«   

Ubi Bene


»In spöttisch-ironischem Ton schildert er höchst unterhaltsam Begebenheiten, bei denen nicht immer klar ist, wo die Wahrheit endet und die Dichtung anfängt.«   

revierpassagen.de


»Man liest es gerne, man liest es neugierig, man denkt über den Künstler nach. Eines der schönsten, liebevollsten Bücher des Jahres.«   

Weser-Kurier


»Mit dem akrobatisch anmutenden Titel 'Waghalsiger Versuch' in der Luft zu kleben' hat Tilman Spengler eine atemberaubende Hommage an den Künstler Jörg Immendorff bedacht.«   

Die ZEIT


»Subtiler, ironischer, liebevoller als der begnadete Stilist Spengler hätte niemand die Stationen dieses Lebensweges nachzeichnen können. […]. Am Ende ist Immendorff tot, wir sollten dieses elegante Büchlein gleich noch mal lesen.«   

kulturkomplott.de


»Nachdem Immendorf 2007 starb, überlegte Spengler, wie er seinem Freund literarisch posthum gerecht werden könnte [...]. Spengler schafft dies in seiner ihm eigenen, lakonisch liebevollen, mit viel Geist und noch mehr Witz angereicherten Sprache.«   

Der Tagesspiegel


»Luzide, witzig, einfühlsam.«   

Süddeutsche Zeitung


»Spengler ist ein herausragender Geschichtenerzähler, dessen Worte zwar wie ein lockeres Heraussprudeln seiner Gedanken wirken, die dann aber doch so dicht sind, dass man jede Silbe voller Neugier in sich aufsaugt. Klar, der Narrativ, den Spengler über den polarisieren und exzentrischen Maler Jörg Immendorff entwickelt, ist einer von vielen möglichen, aber vielleicht ist es genau dieses Subjektive, was diese Version glaubhafter und lebhafter macht als jede nüchterne Biografie.«   

MADAME


»eine literarische Hommage an den Maler Jörg Immendorff«   

Münchner Merkur


»Tilman Spenglers 'fiktionale Biografie' über seinen Freund, den Maler Jörg Immendorff, ist ein Funkelstein inmitten der literarischen Neuerscheinungen. Mit seiner virtuosen Fabulierfreude entwirft der Autor ein vielfarbiges Bild des Künstlers und seiner Zeit, das wie ein Feuerwerk aus dem kleinen, hübschen Band zu springen scheint.«   

BÜCHERmagazin


»Dem renommierten Schriftsteller Tilman Spengler gelingt mit diesem Roman die spielerisch-leichte Wiedererweckung eines Menschen, der weit mehr als die Kunstszene über Jahrzehnte mitgeprägt hat.«   

Vaihinger Kreiszeitung


»Eine satirische Glanzleistung, wie man sie vom jahrzehntelangen Mitherausgeber des 'Kursbuches' wohl erwarten darf. Eine posthume Freundesgabe, die über die gegenseitiges - wenngleich nicht unkritisches - Einverständnis weit hinausgeht.«   

Rheinischen Post


»Jörg Immendorff hat ein turbulentes und schonungsloses Künstlerleben geführt. Gut acht Jahre nach seinem Tod erscheint Ende des Monats der erste Roman über ihn. Geschrieben hat ihn der Autor und Immendorff-Freund Tilman Spengler.«   

kultur-punkt.ch


»Spengler gelingt auf heiter-hyper-reale Weise die Figuren des Romans unmittelbar erscheinen zu lassen. Ein erfischender Zeitroman.«   

Münchner Merkur


»'Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben' ist rundum geglückt. Alle in diesem Titel angemerkten Unmöglichkeiten meistert der Schriftsteller und Freund mit einer sicher schwer erarbeiteten Leichtigkeit, als klebe er eben in der Luft. Das Buch ist deswegen ein Lesevergnügen auch für jene, die sich weder für den berühmten Maler Immendorff noch für die Bildende Kunst interessieren.«   

dpa Basisdienst


»Die spöttisch-ironische 'fiktionale Biografie', die nebenbei den Kunst- und Politbetrieb auf die Schippe nimmt, hätte dem 2007 an einer unheilbaren Nervenkrankheit gestorbenen Immendorff sicher auch gefallen.«   

focus.de (dpa)


»Eine schräge Hommage in Romanform hat Tilman Spengler seinem Freund Jörg Immendorff gewidmet. Es ist eine Komödie über die Kunst, bei der man sich fragt, was darin Dichtung und was Wahrheit ist.«   

abendzeitung-muenchen.de


»Dass dieses phasenweise ergreifende Buch dennoch vor allem ein großes Lesevergnügen ist, liegt an Tilman Spenglers subtiler Ironie, mit der er seine Geschichten veredelt. […]. Die 15 Tableaus, die Spengler von der Taufe bis zur Totenfeier Immendorffs entfaltet, erheben nicht den Anspruch auf eine vollständige Künstlerbiografie. Aber sie verdichten sich doch zu einem Porträt mit erhellenden Erkenntnissen.«   

Express Düsseldorf (dpa)


»So beginnt eine Biografie zwischen Dichtung und Wahrheit, die viel über den Künstler erzählt und ganz nebenbei den Kunst- und Politbetrieb heftig auf die Schippe nimmt.«   

blog-de-republik.de


»Eine Vorbemerkung zu Tilman Spenglers jüngstem Roman ist nötig und sie beginnt mit einer Einschränkung: Eigentlich darf der Autor dieser Zeilen über dieses Buch gar nichts, aber auch gar nichts verraten. So großartig ist es. So komisch und so melancholisch. Die Sprache ist elegant und witzig. Es ist ein Roman über den Maler und Freund Jörg Immendorff und es scheint, als sei der Autor als literarischer Reporter unterwegs.«   

Kommentare zum Buch
1.
am 28.09.2015 - 11:51:52

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