Nicht normal, aber das richtig gut

Nicht normal, aber das richtig gut

Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS

Erschienen am 05.10.2015
208 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-8270-1278-4
€ 20,00 [D], € 20,60 [A], sFr 26,90
Lieferzeit 2 Werktage

»Wir waren viel zu lange viel zu leise.«

 

Schwer zu sagen, wie viele der kuriosen und komischen Dinge, die ihr im Alltag widerfahren, im Zusammenhang mit ihrer Diagnose stehen - vermutlich viele. Warum Menschen auf sie anders reagieren, kann sich die Studentin und Journalistin erst erklären, als bei der damals 22-Jährigen Asperger diagnostiziert wird. Das Enttäuschendste: Sie kann keinen einzigen Rainman-Trick. Das Schönste: Fast alles andere. Außer den Vorurteilen, gegen die sie angeht. Sie startet ein Crowd-Funding-Projekt und bringt 2014 die Zeitschrift »N#MMER. Magazin für Autisten, AD(H)Sler und Astronauten« heraus, die ein gewaltiges Echo erfährt. In ihrem Buch erzählt sie, wie es ist, sensorisch hochempfindlich durch die Welt zu gehen, und was es bedeutet, Freundschaften zu führen und zu lieben, wenn soziale Interaktionen wie Händeschütteln und das Halten von Blickkontakt Anstrengung kosten. Ihr Leben erscheint darin so reich, intensiv und vielschichtig, dass der Normalo zuweilen neidisch wird. Und begreift, warum sie sich ihre »Ticks« nicht einfach wegtherapieren lassen will. Und dass es gut ist, wenn manche Menschen anders sind.

Leseprobe

Ein Baumhaus ohne Tür  

Im Sommer 2011 hatte ich es mir in den Kopf gesetzt, nach Los Angeles zu fliegen und drei Monate dort zu bleiben. Drei Monate können eine verdammt lange und teure Zeit sein, besonders in einer Stadt, in der man für ein Loch achthundert Dollar Miete im Monat bezahlt. Und wenn ich „Loch“ sage, dann meine ich das ziemlich wörtlich. Mein Zuhause war eine Ecke, die mit Brettern notdürftig vom Rest des Zimmers abgetrennt wurde. Sie war ungefähr so groß wie die bettgestelllose Matratze, die ich von meinem Vorgänger übernahm. Es blieb bloß noch Platz für ein winziges [...]

Denise Linke

Denise Linke

Denise Linke wurde 1989 in Elmshorn bei Hamburg geboren. Sie studierte Politikwissenschaften und Zeitgeschichte in Berlin und Potsdam und absolvierte Hospitanzen bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sowie der "Zeit". Ihre Asperger-Diagnose erhielt sie 2011, die ADHS-Diagnose folgte 2014.

Zusammen mit ihrer Mutter veröffentlichte sie 2006 das Buch "Laß mich doch mal ausreden. Szenen einer Pubertät". Denise Linke ist Herausgeberin der Zeitschrift "N#MMER. Magazin für Autisten, ADHSler und Astronauten" und lebt in Berlin.

Veranstaltungen

Lesung und Gespräch: Am Mittwoch, 17. August 2016 in Bremen
Denise Linke liest aus "Nicht normal, aber das richtig gut"
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Martinsclub Bremen e. V., Buntentorsteinweg 24/26 , 28201 Bremen
Lesung und Gespräch: Am Mittwoch, 26. Oktober 2016 in Wittenberg
Denise Linke liest aus "Nicht normal, aber das richtig gut"
Zeit: 16:30 Uhr
Ort: Autismusambulanz, Lutherstr. 15 , 06886 Wittenberg

Rezensionen und Pressestimmen

Brigitte


»Denise Linke, 26, ist Autistin und hat ADHS. Der Soundtrack ihres Alltags ist lauter und greller als der von anderen. Das kostet jeden Tag Kraft. Macht ihr aber auch Spaß.«   

VDK Zeitung


»Erst vor wenigen Jahren ist bei der 26-jährigen Denise Linke Autismus diagnostiziert worden. Im Rückblick auf ihre Kindheit wurde ihr daraufhin einiges klar. Doch ihr Anders-Sein stört sie überhaupt nicht. Im Gegenteil: Sie will es so und schrieb jetzt ein Buch mit dem Titel 'Nicht normal, aber das richtig gut'.«   

Buchkultur


»Linke ist sehr offen in ihrer Auskunft und verschweigt auch nicht, dass Autisten recht unsoziale Menschen sein können.«   

Der Paritätische


»Ihr Buch ist ein Plädoyer an die Gesellschaft, die Talente und Fähigkeiten eines jeden einzelnen Menschen zu erkennen und wertzuschätzen, Klischees und Stereotype zu überwinden, genauer hinzuschauen und den Menschen hinter der diagnostischen Zuschreibung zu sehen.«    

rhein-main magazin


»In ihrem Buch erzählt sie, wie es ist, sensorisch hochempfindlich durch die Welt zu gehen, und was es bedeutet, Freundschaften zu führen und zu leben, wenn soziale Interaktionen wie Händeschütteln und das Halten von Blickkontakt Anstrengung kosten.«   

socialnet.de


»Charmant und witzig erzählt sie von ihrem ungewöhnlichen Leben. Sie möchte mit dem Buch zeigen, was die Gesellschaft von Menschen, die anders sind, lernen kann.«   

goethe.de


»Dafür, dass Menschen die Welt unterschiedlich wahrnehmen und diese Welt auf unterschiedliche Weise voranbringen, hat Denise ein Wort: Neurodiversität. Sie zu akzeptieren, sei eine Riesenchance, da ist sich Denise sicher. 'Wenn wir Neurodiversität nicht nutzen, sind wir Vollidioten.«   

Gesundheitstipp - das unabhängige Gesundheitsmagazin


»Humorvolll beschreibt Denise Linke in ihrem neuen Buch, wie sie mit dieser Störung ihr Leben meistert.«   

Gute Pillen - schlechte Pillen


»Denise Linke nimmt ihr Lesepublikum mit auf eine Entwicklungsreise und erzählt, wie sie es geschafft hat, trotz etlicher Einschränkungen ein erfülltes und produktives Leben zu leben. Dabei schafft sie es, nicht zu verallgemeinern, und doch gibt sie Leserinnen und Lesern Erkenntnisse über Autismus mit auf den Weg, die über ihren Einzelfall hinausgehen. Es ist vielleicht das größte Verdienst des Buches, dass man besser versteht, was Autismus bedeuten kann – jenseits üblicher Klischees. Und das erleichtert sicher das Miteinander.«   

barrois.de


»In diesem überzeugenden Buch macht uns die Autorin mit der Andersartigkeit vertraut, mit den Schwierigkeiten ihr Verhalten an eine soziale Situation anzupassen. Sie ermutigt damit nicht nur Betroffene, sondern öffnet uns allen die Augen, damit wir uns dem Leben mit all seinen Herausforderungen stellen.«    

Women in Business


»Ein geniales Buch, das Vorurteile gegenüber dem Anderssein gründlich infrage stellt.«   

BILD


»Seit drei Jahren weiß Denise, dass sie Autistin ist, Autismus ist eine angeborene nicht heilbare Entwicklungsstörung. [...] Denise Linke hat ihre Geschichte aufgeschrieben: 'Nicht normal, aber das richtig gut'.«   

Berner Zeitung


»Mit Witz und Charme erzählt die Autorin von ihrem außergewöhnlichen Leben - und zeigt auf, was unsere Gesellschaft von denen lernen kann, die anders sind.«   

Luna


»Warum werden immer noch Kinder ausgegrenzt, nur weil sie besonders und anders sind? Eine Frage, der die Autorin Denise Linke kämpferisch und voller Leidenschaft nachgeht.«   

annabell


»Ihr Buch 'Nicht normal, aber das richtig gut', das den Lesern anrührend, voller Witz und völlig undeprimierend erklärt, wie die Asperger-Autistin und ADHS-Patientin Denise Linke so tickt, ist eben erschienen. Es wird sie zur Galionsfigur einer Gruppe von Menschen machen, die bisher noch keine Lobby hat.«   

NDR Fernsehen


»Denise Linke ist schon erwachsen, als sie die Diagnose Autismus/Asperger und ADHS bekommt. Plötzlich passt alles zusammen: Ihre Probleme, zu kommunizieren. Die Schwierigkeiten, zu erkennen, was das Gegenüber von ihr erwartet. Ihr übergroßer Wissensdurst.«   

ads-potentiale.de


»Denise Linke nimmt die Andersartigkeit und stellt sie in die Mitten der Gesellschaft. Genau dort wo sie hingehört.«   

Kommentare zum Buch
1. Hat mir riesig weitergeholfen!
Maria am 24.02.2016 - 16:20:28

Ich habe selber die Doppeldiagnose Asperger und ADHS und haderte genau auch damit, dass ich zu unruhig und impulsiv bin und mich in alle (un)möglichen Situationen bringe, aber dennoch irgendwie mich total zurückziehen will. Denise Linkes Beschreibung mit dem ADHS- und dem Aspie-Ich trifft völlig zu. Viele Symptome wie Reizüberflutung sind beiden Diagnosen gemein, aber es gibt einige Sachen die recht gegensätzlich sind. Einerseits liebe ich Routine, weil neue Dinge sind so wahnsinnig stressig, immer gleiche Abläufe geben mir Sicherheit. Wenn das nur nicht so sch*** langweilig wäre würde ich mich ja vielleicht auch dran halten können...   Im Buch wird auch gut Beschrieben wie die eine Diagnose die andere etwas verdecken kann. Ich hatte die ADHS Diagnose lange vorher, wurde aber auch erst durch einen anderen Aspie darauf gestossen, dass da noch ein bisschen mehr sein könnte.   Anyway, als jemand der ebenfalls beide Diagnosen hat, habe ich mich komplett wiedererkannt. Ich fand das Buch extrem hilfreich die Gegensätze und Wechselwirkungen von ADHS und Asperger besser zu verstehen und sie nun auch anderen besser erklären zu können.

2. Autorin ist Asperger-Autist
Silke am 18.10.2015 - 19:32:48

Wer eine ärztliche Diagnose hat, hat sie nicht bei Neckermann bekommen.

3. Unverständnis über die Kommentare
iris richter am 28.09.2015 - 10:45:26

Warum diese Kritik an der Autorin? Ich denke, da diese Art des Autismus, wie von allen bestätigt, sehr individuell geprägt ist, es auf jeden Fall berechtigt und auch sehr hilfreich andere an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Ich als Mutter einer Jugendlichen, die das Aspergersyndrom hat, bin sehr froh zu lesen, wie andere Autisten sind, was sie erleben und wie ich mich dadurch besser auf meine Tochter einstellen kann. Denise Linke hat schon mehrere Artikel für renommierten Zeitungen geschrieben und ich war begeistert in der FAZ über ihre Erlebnisse in ihrer Schulzeit zu lesen, da sie als Autistin weiß wovon sie spricht. Ich werde Frau Linkes Buch auf jeden Fall lesen und denke, dass auch meine Tochter davon begeistert sein wird.

4. Positiv ist auch mal schön
fotobus am 27.09.2015 - 11:40:45

Ich bin gespannt auf das Buch. Mich freut, dass das Cover samt Titel so positiv daherkommt. Endlich mal ein Buch zum Thema, das nicht direkt so bedrückend wie das Leben einer winzigen Assel unter der Last eines schweren Steins daherkommt. Es ist so unglaublich wichtig, das Selbstbewusstsein und die Selbstakzeptanz der Autisten zu stärken!   Diagnoseabsprechbashing ist hier jedenfalls mehr als nur fehl am Platz. Niemand hier hat das Buch bislang gelesen. Und selbst wenn: Wer aufgrund eines Buchs ferndiagnostizieren kann, kann sich ja mal bei Prof. Vogeley bewerben, der freut sich sicher über Entlastung. Das muss ohnehin einfach mal aufhören, dieser Blödsinn, den da ein paar - tja, wäre ich Arsch, könnte ich an dieser Stelle genauso Diagnosen anzweifeln, aber ich bin nicht Arsch - Autisten verzapfen.   Es ist einfach nur schade, dass es offenbar Autisten gibt, denen es (noch) seelisch so schlecht geht, dass sie so ein Verhalten anderen gegenüber nötig haben. Gerade für die ist es so wichtig, zu Selbstakzeptanz zu finden. Gerade denen könnte so ein Buch helfen, um zu erfahren, wie man an seine Grenzen gehen kann, ob man das tatsächlich möchte oder ob man lieber da wo man steht ein zufriedenes Leben finden mag und kann.   Das jedenfalls ist es, was ich jedem Autisten wünsche.

5. Es gibt nicht nur den eigenen Autismus
Forscher am 27.09.2015 - 09:41:03

Die Kommentare erwecken den Eindruck, es gäbe nur eine Form von Autismus, und das sei der eigene. Tatsächlich handelt es sich um ein Spektrum mit vielfältigen individuellen Erscheinungsformen und Schweregraden. In der Leseprobe stellt Linke auch klar, dass nicht pauschalisiert werden darf. Sie beschreibt ihren Autismus und erhebt keinen Anspruch darauf, den Autismus aller Autisten zu repräsentieren.   Das gilt aber auch umgekehrt für die Kritiker hier, denn Erfolg im Beruf (Spezialinteressen!) spricht nicht gegen Autismus! Was mir jedenfalls sauer aufstößt, wenn versucht wird, aus der Ferne Diagnosen abzusprechen. Dazu nur das Stichwort Kompensation, aber auch Lernfähigkeit. Auch bei Autisten können sich mit zunehmenden Alter und Lebenserfahrung Verbesserungen im Alltag einstellen. Kein Autist ist gleich!

6. Kritiker hat recht
Calpu am 26.09.2015 - 01:20:16

Ist doch sowas von offensichtlich dass sie keine Autistin ist.

7. Woher nimmt der 1. Kommentator seine erschöpfende Erkenntnis??
Wolfgang am 25.09.2015 - 20:14:49

Nur aufgrund des Buchcovers und Einleitungstextes eines noch nicht verfügbaren Buches erstellt "Kritiker" eine Ferndiagnose. Erstaunlich (oder doch eher nur besserwisserisch oder neidisch?).   Hier übrigens noch ein anderer Text über die Autorin:   >„Mimik sagt mir gar nichts, deswegen sehe ich Menschen nicht von Natur aus in die Augen – ich muss mich zum Augenkontakt zwingen“, erklärt Linke. Dies ist eine der Folgen ihres Asperger-Syndroms. Die längste Zeit ihres Lebens wusste sie nicht, dass sie Autismus hat. Erst bei einem Auslandsaufenthalt im Sommer 2011 in Los Angeles fragte sie ein Psychologiestudent auf einer Party: „Wann hast du deine Diagnose bekommen?“ Sie verstand ihn zuerst nicht, wie sie in ihrem Buch schreibt, das am 5. Oktober erscheint. „Na, Asperger. Du hast doch auch Asperger“, sagte er. „Ich habe was?“, fragte sie. „Das Asperger-Syndrom. Das musst du doch kennen. Autismus.“ Letzteres verstand sie schließlich.   Der junge Mann hatte Recht, wie sich bei den anschließenden ärztlichen Untersuchungen zeigte. Für Denise Linke war dies zuerst ein Schock. Sie beschäftigte sich intensiv mit dem Asperger-Syndrom, einer bestimmten Ausprägung von Autismus. Ihr wurde auf einmal klar, warum sie Menschen nicht in die Augen schauen kann, warum sie so viele verschiedene Gedanken auf einmal hat, warum sie Geräusche und Gerüche in der Umgebung viel stärker in der Konzentration beeinflussen als andere Menschen, und warum sie nicht einfach ruhig sitzen kann. „Ich beschäftige mich viel mit meinen Händen“, gesteht Linke. Außerdem denkt sie während des Gesprächs an vieles andere, zum Beispiel ihr Elternhaus in Norddeutschland oder Bäume.   Wälder sind für sie Ruheorte. Hier kann sie abschalten. Ganz im Gegensatz zu gut besuchten Einkaufszentren. Stark parfümierte Menschen und die vielen Gespräche dort machen ihr so zu schaffen, dass sie manchmal fliehen muss.<  

8. Autorin ist m.E. keine Autistin
Kritiker am 03.09.2015 - 14:43:45

Ich würde fast jede Wette eingehen, dass die Autorin keine Autistin ist. Das Buch dient lediglich der Selbstdarstellung, ist aber in keiner Weise repräsentativ für Autisten. Ich als diagnostizierter Autist distanziere mich davon ausdrücklich. Es gibt sicher eine Störung, die besser zu ihr passt.

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