Das Haus am Himmelsrand

Das Haus am Himmelsrand

Roman

Erschienen am 15.09.2014
464 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-8270-1239-5
€ 19,99 [D], € 20,60 [A], sFr 26,90
Lieferzeit 2 Werktage

Ein Geheimnis aus finsteren Zeiten und eine Liebe, die alles wiedergutmachen kann

Ein Haus, das zwei Familien für immer verbinden wird. Ein Haus, dessen Keller bis in die dunkelsten Abgründe reicht – und dessen Giebel bis an den Rand des Himmels. Die Geschichte von Lizzy Tanner und dem Gut »Rosshimmel« beweist, dass es nie falsch ist zu kämpfen: für seine Überzeugungen, für die Moral und für die Liebe.

 

Eigentlich ist Elisabeth „Lizzy“ Tanner eine glückliche Frau: Ihre reizende Tochter Thea macht ihr viel Freude, ihr Partner Tom ist zuverlässig und liebevoll, Geldsorgen kennt sie nicht – und wenn es mal knapp wird, springt Lizzys Großvater ein, der Patriarch einer Freiburger Uhrendynastie. Doch die Sorglosigkeit zerbröckelt, als der Großvater stirbt. Nicht nur, dass er den »Rosshimmel«, das Anwesen der Familie in den Vogesen, zwei gänzlich Fremden vermacht, zudem hat er noch einen schwerwiegenden letzten Wunsch an Lizzy: Finde die Wahrheit heraus! Sorge für Gerechtigkeit!

Bei ihren Recherchen, die sie in der Familiengeschichte zurück bis in die 1930er Jahre führt, erlebt Lizzy Rückschläge und Enttäuschungen und muss sich entscheiden zwischen Vertrauen und Verleumdung, der Wahrheit und Rücksichtnahme, ihrer Familie und ihrer Vorstellung von Moral.

Leseprobe

 

Géradmer, Frankreich, Am Rosshimmel, November 1940

Immer wenn der Wind über das Plateau in den Vogesen fegte, hielt der Rosshimmel den Atem an. Die Pferde erstarrten und spitzten die Ohren. Dann plötzlich setzten sie sich in Bewegung, fast gleichzeitig, zu einer einzigen großen Formation. Dabei vibrierte der Boden so sehr, dass die Schwingungen weithin zu spüren waren. Die Masse ihrer muskulösen, kräftigen Körper hinterließ tiefe Spuren im Neuschnee, die der Wind nach und nach wieder verwischen würde.

Die Tiere galoppierten mit wehenden Mähnen und erhobenen Köpfen, die sie im [...]

Bettina Storks

Bettina  Storks

Bettina Storks, geboren 1960 in Waiblingen, lebt in Bodman-Ludwigshafen am Bodensee. Sie studierte Germanistik, Deutsche Philologie und Kulturwissenschaften und promovierte sich 1994 an der Universität Freiburg über die Prosa Ingeborg Bachmanns. Danach war sie mehrere Jahre als Redakteurin beschäftigt. 2007 begann sie mit dem Schreiben belletristischer Texte und erhielt im Jahre 2008 ein Stipendium vom Förderkreis Deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg.

Rezensionen und Pressestimmen

lesen-oder-vorlesen.de


»Die Autorin erzählt in ihrem Debütroman episch-kraftvoll und sinnlich von einer Freiburger Uhrendynastie, die sich einem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit stellen muss, das zur Zerreißprobe für die Familie zu werden droht.«   

Südkurier


»Und so leb- und bildhaft Bettina Storks die Protagonisten, Gegenspieler und die Handlungen beschreibt, so lebendig erstehen die Charaktere, denen man dann unbedingt weiter nahe sein und wissen möchte, ob es Lizzy entgegen vieler sie an ihre Grenzen bringenden Widerstände auch aus den eigenen Reihen gelingt, ihren Auftrag zu erfüllen.«   

Badische Zeitung


»'Das Haus am Himmelsrand' liest sich überaus flüssig, er ist mit leichter Hand geschrieben, ohne trivial zu wirken und hält locker den Spannungsbogen.«   

Histo-Couch


»Das zutiefst menschliche Buch, das den Leser emotional berührt, stellt für mich einen (literarischen) Stolperstein dar!«   

amazon.de


»'Das Haus am Himmelsrand' ist das Debüt der Schriftstellerin Bettina Storks und ein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Der Schreibstil, die Charaktere und die Geschichte haben mich absolut überzeugt! Eine fantastische Geschichte, ergreifend, spannend und historisch überaus interessant!«   

dieliebezudenbuechern.de


»Fans von Familiengeschichten sollten dieses Buch unbedingt lesen. Man vergisst alles um sich herum und blendet die Umwelt komplett aus. Ein sicheres Zeichen für ein gutes Buch und eine echte Empfehlung meinerseits. Große Erzählkunst.«   

Kommentare zum Buch
1. Das Haus am Himmelsrand
Lesegenuss am 27.01.2015 - 22:26:03

„Sorge für Gerechtigkeit“, das Versprechen hatte der Großvater seiner Enkelin auf dem Sterbebett abverlangt. Elizabeth war in einer Nacht- und Nebel-Aktion zum französischen Anwesen in den Vogesen gefahren. Géradmer in Frankreich, dort sollte sie aus dem Arbeitszimmer wichtige Unterlagen holen. Was hatte es mit den Dokumenten auf sich, die Lizzy in dem Sekretär fand? Es waren Listen, Protokolle von der Versteigerung des Hauses der Familie Bloch in der Goethestraße 12, Freiburg. Und dann war da noch eine Mappe mit alten Überweisungsbelegen auf ein Schweizer Konto in Basel, datiert von 1948 – 1955. Allein der nächtliche Ausflug nach Frankreich ruft bei Lizzys Lebensgefährten Tom Unmut hervor. Sein Misstrauen beruht auf einen „Ausrutscher“ von Elisabeth vor geraumer Zeit. Doch hatte Tom eine reine Weste? Die Testamentseröffnun birgt eine Überraschung für alle Familienangehörige, zumal auch noch ein ihnen unbekannter Mann daran teilnimmt. Herr Meyer war die anwaltliche Vertretung von Ellen und David Bloch. Wer aber waren diese beiden Personen? Lizzy hatte den Namen Bloch nie zuvor gehört. Umso größer ist das Erstaunen und auch Entsetzen der Familie, dass der Großvater genau diesen Beiden das Anwesen Am Rosshimmel in Géradmer, Frankreich, vermacht. Es war ein Vermögen wert und kampflos wollte die Familie, sprich Lizzys Bruder Alexander, das Erbe nicht aus der Hand geben. Die Kirchmanns war eine alteingesessene Uhrendynastie in Freiburg. Allerdings hatte das Unternehmen seit geraumer Zeit finanzielle Schwierigkeiten.   Die Geschichte der Kirchmanns und Bloch ist in der Gegenwart geschrieben als auch rückblickend in der Vergangenheit, wobei diese Zeit in Kursivschrift gehalten ist. Die Kapitel der Vergangenheit sind jeweils mit dem Ort und der Jahreszahl versehen. Es ist ein Rückblick in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, die Zeit der Beschlagnahme und Bereicherung am Judeneigentum. Doch hatte sich Bodo Kirchmann, Lizzys Großvater, sich wirklich an den Sachen seines Partners Bloch bereichern wollen? Oder ging es ihm darum, diese Sachen zu schützen bzw. zu retten, bevor es in fremde Hände fiel? Die Recherchen führen Lizzy oft ins Leere. In ihrer Partnerschaft mit Tom kriselt es und Thea, die gemeinsame Tochter, macht es ihr zusätzlich noch schwer.   Zitat S. 34:   „Überlege es dir gut, ob du deine rosarote Welt zu zerstören bereit bist.“ Diese Worte aus Onkel Erwins Mund zu Elisabeth sollten ihr eigentlich eine Warnung sein. Doch Lizzy will das dem Großvater gegebene Versprechen einlösen.   „Das Haus am Himmelsrand“ war eine sehr bewegende Zeitreise. Die Geschichte um das Geheimnis, welches beide Familien miteinander verband, ist wahrhaft berührend, ebenso außergewöhnlich; zwar fiktiv, aber doch sehr real das damalige Leben im Dritten Reich widerspiegelt. Wie viele erschütternde Geschichten könnten noch geschrieben werden, um uns von den Schicksalen der jüdischen Familien zu erzählen? Die Antwort kann sich jeder selbst geben.   Für mich ist „Das Haus am Himmelsrand“ ein weiteres Lesehighlight 2014. Die Geschichte der Kirchmanns und Blochs, kein Einzelschicksal, zeigt auf, dass es nie zu spät ist, Gerechtigkeit herzustellen, bereit zu sein, dafür zu kämpfen und sich nicht von seinem Weg abbringen zu lassen.

2. Wie die Vergangenheit das Leben in der Gegenwart beeinflusst
Dreamworx am 25.10.2014 - 16:41:20

Kurz bevor der 92-jährige Patriarch Bodo Kirchberg stirbt, gibt er seiner Enkelin Elisabeth „Lizzy“ Tanner den Auftrag, einige Dokumente aus dem in den Vogesen gelegenen Anwesen „Rosshimmel“ zu holen und ringt ihr das Versprechen ab, für Gerechtigkeit zu sorgen. Die Familie erlebt eine große Überraschung, als bei der Testamentseröffnung bekannt gegeben wird, dass das Erbe „Rosshimmel“ an zwei völlig Fremde namens David und Ella Bloch geht. Lizzy Tanner versteht nicht, in welcher Beziehung dieses Ehepaar zu ihrem Großvater steht und beginnt mit Nachforschungen in ihrer Familie und im Leben ihres Großvaters. Die eigene Familie ist ihr dabei keine große Hilfe, im Gegenteil, niemand unterstützt sie bei ihrem Vorhaben. Doch Lizzy ist hartnäckig und in mühseliger Kleinarbeit findet sie heraus, dass das Ehepaar Bloch die Nachkommen des Juden Samuel Blochs sind, dem ehemaligen Teilhaber ihres Großvaters. Samuel Bloch musste die Fabrik 1937 verlassen. Welche Geheimnisse wird Lizzy noch aufdecken und warum schweigt ihre Familie so hartnäckig? Bettina Storks hat mit ihrem Familien- und Gesellschaftsroman „Das Haus am Himmelsrand“ ihr Debüt vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar poetisch und manchmal humorig, dabei flüssig zu lesen und nimmt den Leser bereits ab der ersten Seite gefangen, um ihn bis zum Schluss nicht mehr loszulassen. Die Spannung wird wohldosiert aufgebaut und zieht sich dann wie ein Faden durch den ganzen Roman. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildhaft beschrieben, man kann sich die Umgebung vor dem inneren Auge gut vorstellen. Die Autorin hat historisch sehr gute Hintergrundrecherche betrieben und die damaligen Lebensumstände wunderbar in ihre Geschichte eingeflochten. Der Roman handelt zwar in der Gegenwart, aber es gibt zwischendurch immer wieder Blenden in die Vergangenheit, die in kursiver Schrift gekennzeichnet sind, und die damalige Geschichte für den Leser zum Leben erwecken. Die Familiengeschichte wird nach und nach entblättert und entfaltet. Die Protagonisten sind sehr vielschichtig und detailliert angelegt, doch sind sie beabsichtigt so skizziert, dass erst durch die Handlung ihr wahrer Charakter zum Vorschein kommt. Lizzy ist eine Sympathieträgerin, sie ist liebevoll und hilfsbereit, dabei ebenso stur, neugierig und zielstrebig. Obwohl sie privat selbst große Probleme hat, lässt sie der Auftrag des Großvaters nicht los, und sie will das ihm gegebene Versprechen unbedingt einlösen. Dabei wächst sie innerhalb der Handlung regelrecht über sich hinaus und macht selbst eine große Entwicklung durch. Mit der Lüftung der Geheimnisse verändert sich auch ihr Leben. Ein wunderschöner emotionaler und lebensechter Roman über die Geschehnisse der Vergangenheit, die bis in die Zukunft ihre Wurzeln geschlagen haben. Über Liebe und Hass, über Misstrauen, Neid und Verrat und über das Verzeihen. Mit diesem Buch hat sich Bettina Storks sofort in die Herzen der Leser geschlichen. Von dieser Autorin kann man noch einiges erhoffen! Unbedingte Leseempfehlung!

3. Ein Rätsel vergangener Zeiten in den Vogesen - und das Finden einer Wahrheit...
Swansea am 26.09.2014 - 20:03:27

Ein filigran gestaltetes Tor vor schöner Landschaft ziert das HC und hat stilistisch und farblich einen unwiderstehlichen Anziehungsreiz auf mich ausüben können; der Titel "entspringt" dem Buchinhalt (S. 200) und ist sehr schön gewählt, jedoch verbirgt sich noch viel mehr an Tiefe in der Geschichte dieses hervorragenden Romandébuts, in das der Leser eintauchen kann... Die Handlung ist in Freiburg und den Vogesen (Géradmer) verortet und im Prolog wird angedeutet, dass sich hier, dem "Rosshimmel", zwei Kinder versteckt halten (müssen)... In Kursiv geschriebenen Rückblenden wird die Zusammenarbeit und einstige Freundschaft von Bodo Kirchmann, der eine Uhrenmanufaktur leitet und der jüdischen Familie Samuel Bloch beschrieben, die heraufziehende Nazi-Diktatur und die damit einhergehenden immer schärferen antisemitischen "Maßnahmen" und Gesetze entzweien scheinbar die Geschäftspartner: Bodo K. ist gezwungen, ein Doppelleben zu führen und bittet die Hauptprotagonistin und Enkelin Elisabeth "Lizzy", für Gerechtigkeit zu sorgen... Die "Basis" der Handlung ist dabei das Testament des Großvaters von Lizzy und diese begibt sich auf "Spurensuche", die der Leser in atemberaubender Spannung miterleben kann... Der Stil der Autorin ist flüssig und schön zu lesen, anspruchsvoll und keineswegs belletristisch, an manchen Stellen auch humoristisch: Trotz düsterem Hintergrund (1933-45) gelingt es ihr, eine ausgewogene und authentische, nachvollziehbare Familiengeschichte in Rückblenden zu erzählen, um den wahren Hintergründen der Haltung und der Handlungen ihres Großvaters und der Wahrheit auf die "Schliche" zu kommen. Sehr menschlich wirkte der Umgang der Familie mit der dementen Großmutter, die zur Beruhigung ab und an eine Fahrt nach "Amerika" braucht, um zur Ruhe zu kommen. Hierin liegt eine gewisse Symbolik ... Von der "keine toten Tiere" essenden Urenkelin Thea, der 8jährigen Tochter Lizzys, wird dies als Lüge entlarvt ;-); auch die Dialoge und Sensibilität zwischen Lizzy und Thea sowie Tom, ihrem Vater, haben mir bestens gefallen. Im Laufe der Erzählung erhält der Leser auch historische Einblicke dadurch, dass der "Rosshimmel" (das Gut Bodo Kirchmanns in den Vogesen) mit der Zeitgeschichte des "3. Reichs" verbunden ist und das dem Saarland benachbarte Elsass/Lothringen ebenfalls seine Männer und Söhne in WW II schicken mussten... Sowohl die "dunklen Kapitel" deutscher Geschichte als auch der Umgang der Familienmitglieder sind sehr authentisch, emotional und stilistisch warmherzig, menschlich beschrieben, was mich sehr berührt und auch begeistert hat. Fazit: Ein sehr gelungenes "Aufdecken" von Wahrheiten in sprachlich gewandter Form eines Familiengeheimnisses, das lange Zeit "zugedeckt blieb" mit einem fulminanten, sehr emotionalen Ende, das in einer Zusammenkunft zweier Familien gipfelt: Das zutiefst menschliche Buch, das den Leser emotional berührt, stellt für mich einen (literarischen) STOLPERSTEIN dar! Ich gebe (was ich sehr selten tue) 100 Punkte bzw. 5 Sterne und hoffe, von Bettina Storks noch weitere Werke lesen zu können!

4. Familiengeheimnisse
leseratte1310 am 23.09.2014 - 15:23:47

Lizzys Großvater gibt ihr auf dem Sterbebett den Auftrag, Unterlagen vom Rosshimmel zu holen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Sie kann mit den Papieren wenig anfangen. Bei der Testamentseröffnung erlebt die Familie dann eine böse Überraschung. Bodo Kirchmann hat den Rosshimmel, ein Gut in den Vogesen, David und Ella Bloch vermacht. Der letzte Wunsch ihres Großvaters lässt Lizzy nicht los. Sie macht sich auf die Suche, auch gegen den Willen ihrer Familie. Dabei erfährt sie, dass Samuel Bloch bis 1937 Anteilseigner bei der Kirchmann Uhren AG war. Sie will mehr wissen und nach und nach enthüllen sich ihr die Familiengeheimnisse. War ihr Großvater wirklich der Mensch, den sie kennengelernt hat? Sie forscht weiter und geht das Risiko ein, dass die Fassade bröckeln könnte. Die Geschichte wird aus Lizzys Sicht erzählt. Zwischendurch gibt es Rückblicke auf die Vergangenheit, die aber nur bedingt zur Klärung der Familiengeschichte beitragen, das geschieht erst zum Schluss. Obwohl Lizzy aus einer reichen Familie stammt, ist sie sich nicht zu schade, Geld mit ihrem Marktstand zu verdienen. Tom, trägt ihr einen Fehler nach und wirft ihr immer wieder ihre Herkunft vor. Aber Lizzy wächst mit der Aufgabe, die sie sich selbst gestellt hat. Zielstrebig geht sie ihren Weg weiter, obwohl auch viele Zweifel kommen. Ihrer Familie geht es um ihren guten Ruf und darum, dass der Schein gewahrt bleibt. Manch einer der Protagonisten entpuppt sich zum Schluss dann doch anders als erwartet. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, besonders gefiel mir Nanette, die trotz Bedenken Lizzy auf den richtigen Weg brachte. Es geht um Freundschaft und Familie, Verrat und Moral. Die Schatten der Vergangenheit haben Auswirkungen bis in die Gegenwart. Der einfühlsame Schreibstil passt sich wunderbar den Situationen an. Das Buch ist flüssig zu lesen und hat von Anfang an gefesselt. Eine lesenswerte und beeindruckende Familiengeschichte, die gleichzeitig unterhält und nachdenklich macht.  

5. Das Haus am Himmelsrand
Miriam Waltersbacher am 27.08.2014 - 00:40:21

"Das Haus am Himmelsrand" ist eine faszinierende Geschichte - großartig geschrieben. Das Buch hat mich bis zur letzten Seite ´gepackt`. Die Autorin "Bettina Storks", lässt den Leser mitten in das Leben der Protagonistin Lizzy fallen. Die junge Frau setzt sich mit den alterstypischen Problemen und Fragestellungen auseinander: Beruf, Kind, Partner, Familienbeziehungen u.s.w. Aus ´besserer Familie` stammend hatte sie sich mangels materieller Notwendigkeit wohl etwas treiben lassen. Der Tod des geliebten Großvaters und hoch geehrten Familienpatriarchen bereitet der Gemächlichkeit ein Ende. Sein auf dem Sterbebett ausgesproch- ener und zunächst unverständlicher Wunsch, sie möge für Gerechtigkeit sorgen, wird von Lizzy ernst genommen. Die Autorin nimmt den Leser auf die folgende Wahrheitssuche mit. Einfühlsam beschreibt sie dabei die Menschen, die Lizzy bei ihrer Suche helfen, sie behindern oder als Teil ihres Lebens zu berück- sichtigen sind. Mit zunehmender Spannung wird man in die Geschehnisse gezogen: Gibt es eine alte Familienschuld? Wurde Profit aus der Arisierung und Judenverfolgung in der NS-Zeit gezogen? Ist Verrat die Basis des Wohlstandes? Ich habe dieses Buch richtig genossen. Die erzählte Geschichte ist schon für sich außergewöhnlich. Die Autorin richtet den Fokus aber vor allem auf die Menschen, ihre Absichten und Beziehung, die die Geschehnisse erst verständlich machen. Die Charaktere sind liebevoll ausgeformt und feinfühlig beschrieben: Gelegentlich schwierig und seltsam, widersprüchlich und dennoch (meistens) liebenswürdig. Dass manchmal auch auf nebensächliche Dinge geschildert werden, vermittelt trotz des dramatischen Hauptthemas etwas Leichtigkeit und den Eindruck, direkt an Lizzys Leben teil zu haben. Übrigens ist auch die Sprache ein sich wohltuend abhebendes Geschenk an den Leser, z.B. Zitat: „Hektisch drückte ich die Tasche gegen meine Brust und verschwand grußlos Richtung Ausgang, weil ich plötzlich keine Luft mehr bekam, neben dieser Kontrolle, ihrem weichen Gesicht, ihrer hohen Stirn, hinter der sie ihre rosarote Welt entwarf.“ Fazit: Wer Krimis oder Reißer sucht, ist hier fehl am Platz. Allen anderen kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Es ist wunderbar und außergewöhnlich. Ich hoffe sehr, dass dies nicht das einzige Werk der Autorin bleibt, denn ich würde sehr sehr gerne mehr sehen, um ein zweites mal in der Welt meiner Fantasien schweben und meine Sorgen hinter mir lassen können, weil ich derzeitig in einem anderen Leben sein darf. Dieses Buch hat und wird meinen Lebenslauf verändern, wenn ich abstrebe in die Welt von Bettina Storks und mein eues leben beginne. Das ende des Buches ist hin und weg eine enttäuschung. Nicht weil es schlecht geschrieben ist, nein ganz und garnicht. Sondern weil das Buch nun zuende war. Ich freue mch sehr wenn es bald ein wiedershen geben würde.

6. Das Haus am Himmelsrand
Jutta Heinemann am 07.08.2014 - 11:44:32

Interessante Geschichte - großartig geschrieben. Das Buch hat mich bis zur letzten Seite ´gefesselt`. Die Autorin lässt den Leser mitten in das Leben der Protagonistin Lizzy fallen. Die junge Frau setzt sich mit den alterstypischen Problemen und Fragestellungen auseinander: Beruf, Kind, Partner, Familienbeziehungen u.s.w. Aus ´besserer Familie` stammend hatte sie sich mangels materieller Notwendigkeit wohl etwas treiben lassen. Der Tod des geliebten Großvaters und hoch geehrten Familienpatriarchen bereitet der Gemächlichkeit ein Ende. Sein auf dem Sterbebett ausgesproch- ener und zunächst unverständlicher Wunsch, sie möge für Gerechtigkeit sorgen, wird von Lizzy ernst genommen.   Die Autorin nimmt den Leser auf die folgende Wahrheitssuche mit. Einfühlsam beschreibt sie dabei die Menschen, die Lizzy bei ihrer Suche helfen, sie behindern oder als Teil ihres Lebens zu berück- sichtigen sind. Mit zunehmender Spannung wird man in die Geschehnisse gezogen: Gibt es eine alte Familienschuld? Wurde Profit aus der Arisierung und Judenverfolgung in der NS-Zeit gezogen? Ist Verrat die Basis des Wohlstandes?   Ich habe dieses Buch richtig genossen. Die erzählte Geschichte ist schon für sich außergewöhnlich. Die Autorin richtet den Fokus aber vor allem auf die Menschen, ihre Absichten und Beziehung, die die Geschehnisse erst verständlich machen. Die Charaktere sind liebevoll ausgeformt und feinfühlig beschrieben: Gelegentlich schwierig und seltsam, widersprüchlich und dennoch (meistens) liebenswürdig. Dass manchmal auch auf nebensächliche Dinge geschildert werden, vermittelt trotz des dramatischen Hauptthemas etwas Leichtigkeit und den Eindruck, direkt an Lizzys Leben teil zu haben. Übrigens ist auch die Sprache ein sich wohltuend abhebendes Geschenk an den Leser, z.B. Zitat: „Hektisch drückte ich die Tasche gegen meine Brust und verschwand grußlos Richtung Ausgang, weil ich plötzlich keine Luft mehr bekam, neben dieser Kontrolle, ihrem weichen Gesicht, ihrer hohen Stirn, hinter der sie ihre rosarote Welt entwarf.“   Fazit: Wer Krimis oder Reißer sucht, ist hier fehl am Platz. Allen anderen kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Es ist wunderbar und außergewöhnlich. Ich hoffe sehr, dass dies nicht das einzige Werk der Autorin bleibt.    

7. Das Haus am Himmelsrand
Sabine Herrle am 14.05.2014 - 08:26:44

Stimmungsvoller Vorspann - fast mysteriös. Spannend geht es weiter ... Schade, dass es erst die Leseprobe gibt.  

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