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Einführung in die schöne Literatur
Péter Esterházy
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Aus dem Ungarischen von György Buda, Zsuzsanna Gahse, Angelika und Peter Maté, Terézia Mora und Hans

864 Seiten.   Gebunden
ISBN-13: 9783827005397

Erscheinungstermin: 17. März 2006

Nach Harmonia Caelestis das zweite Hauptwerk Esterházys auf Deutsch. Die Einführung in die schöne Literatur ist eine Ikone der modernen Literatur, ein offenes Kunstwerk aus textlichen und visuellen Verflechtungen, ganz aus dem Geist von Borges’ Bibliothek von Babel.
»Dieses Buch, das deutlich in der Tradition von Joyce steht ist sehr anrührend: eine Grammatik der Gefühle, die unter die Haut geht.«
Die Welt

Als die Einführung 1986 erschien, bedeutete dies einen Wendepunkt in der ungarischen Literatur: Esterházy vollendete eine durch die Diktatur zerstörte Entwicklung der Moderne — schon das erste Wort des 900seitigen Buchs war eine Hommage an James Joyce —, und gegen die offizielle Ideologie brachte er eine neue Literatur in Stellung. »Anfang 1978 sah ich plötzlich ein Gebäude vor mir, ein Texthaus, an dem ich bis 1985 arbeitete. Zuerst fing ich an, die einzelnen Räume zu schreiben, also die Zimmer, Säle, breiten Treppenhäuser, und so erschienen die Vor-Bände Indirekt, Wer haftet für die Sicherheit der Lady?, Fuhrleute, Kleine Pornographie Ungarns, Die Hilfsverben des Herzens. Als ich damit fertig war, begann ich das große Gebäude zusammenzustellen, baute Treppen, Querkorridore, Fenster, kleine Gesimse. Manchmal zeigte es sich, dass das Wort zu wenig war, dann verwendete ich Bilder oder graphische Einheiten. Immer wieder hatte ich den Gedanken, das Ganze sei ein Hypertext, ein mehrdimensionaler Raum.« (P. E.) Das Buch ist eine Art Enzyklopädie aus 21 selbstständigen Prosateilen, die Esterházy durch Zitate, Marginalien, Fotos, Zeichnungen und Symbolen derart untereinander und mit der Weltliteratur vernetzt, dass es sich zu einem offenen, unbegrenzten literarischen Raum weitet. Der Börsenverein »ehrt mit Péter Esterházy einen Schriftsteller,der als seine weithin vernehmbare Stimme der Nachgeborenen die Zerstörung des Menschen durch Terror und Gewalt und seine Wiederauferstehung in Trauer und Ironie gestaltet« (aus der Verleihungsurkunde des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2004 an Péter Esterházy).

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