Imprint Logo
Die großen Blondinen
Jean Echenoz
18.00 € [D] | 18.50 € [A] |Kaufen
Roman
Aus dem Französischen von Hinrich Henkel-Schmidt

192 Seiten.   Gebunden
ISBN-13: 9783827004222

Erscheinungstermin: 1. Februar 2002

Eine gefährliche Blondine, ein dämonischer Schutzengel, ein Filmproduzent und Privatdetektive — in der Fernsehwelt verankert, unterläuft dieser Roman zugleich alle Muster des Abenteuerromans.
Was ist aus Gloria Stella geworden, Star des Pariser Show-Business, die wegen Totschlags an ihrem Manager und Geliebten im Gefängnis saß und seit ihrer Entlassung wie vom Erdboden verschluckt ist? Der Filmproduzent Paul Salvador und seine überaus reizvolle Assistentin Donatienne möchten sie in einem geplanten TV-Feature über die »Großen Blondinen« neben dem klassischen magischen Dreieck Marlene, Marilyn und BB präsentieren. Detektive werden auf ihre Spur gesetzt, Jean-Claude Kastner, der sie in der Bretagne aufspürt, bezahlt es als Erster mit seinem Leben.

Gloria Stella — ein sprechender Name wie aus dem Comic — entzieht sich, begleitet von ihrem Schutzengel und Dämon Bléliard, nach Sydney, Bombay und Südindien, wo sie in dunkle Geschäfte verwickelt wird, die sie schließlich als Begleiterin von Pferdetransporten — es ist viel Platz in Pferden für Drogen und Zäsium — nach Frankreich zurückführen. Aufbruch, Suche und Verfolgung sind der Motor des Geschehens, das nach einer letzten überraschend-burlesken Wendung mit einem wunderbar kitschigen Happy End à la Hollywood schließt.
Die großen Blondinen sind Abenteuerroman, Krimi mit einem Schuss Ian Fleming und literarischer Comic zugleich, und einmal mehr, wie in dem mit dem Goncourt-Preis ausgezeichneten Roman Ich gehe jetzt, unterläuft Echenoz mit halluzinatorischer Sicherheit alle einschlägigen Muster der Genres, ohne sie zu verraten.

Am Piano
»Die Arbeit des Pianisten setzt strikte Disziplin voraus. Sie schließt jede Zerstreuung aus, die den Künstler vom Klavier fernhalten könnte. Dennoch würde auch er gerne einmal das Licht der Welt, die Süße des Lebens, die Lauheit der Luft oder die Liebe der Frauen genießen. Aber nein: ob tot oder lebendig, der Pianist muss sich zuerst seinem Publikum widmen.«

mehr
Bibliographie
Am Piano
Ein Jahr
Cherokee
Ich gehe jetzt
Am Piano
Ein Jahr
Ravel
Ravel
Laufen
Ich gehe jetzt
Laufen

ecke Copyright © 2010 Berlin Verlag | Kontakt | Site Map | Rechtliche Hinweise | Impressum