Der Reiz des Abenteuerromans, die Spannung des Krimis, das Auf und Ab der Liebesgeschichten, die spielerische Schärfe der Satire all das verbindet Echenoz mit Ironie, poetischer Sprachkunst und diskreter Menschenkenntnis zu einem schillernden Ganzen: ein Meister des literarischen Amüsements mit einem überaus kunstfertigen Roman.
»Man verirrt sich genüsslich in diesem Wald voller Fallen. Die gefährlichste Waffe von Echenoz ist seine Verführungskunst. Mit seinem außerordentlichen Talent, einer Menge Charme und seltener Virtuosität gelingt es ihm, den Leser vom geraden Weg abzubringen, die Sicherheiten auszuradieren, die Vernunft schachmatt zu setzen, die etablierten Wahrheiten kurzzuschließen.«
Le Monde
»Einmal mehr ist es Jean Echenoz gelungen, der Traurigkeit ein Lächeln zu entlocken, der Bitterkeit Liebe und aus Belanglosigkeiten Träume erwachsen zu lassen.« Libération
»Echenoz praktiziert einen unschuldigen Realismus, genau, sarkastisch und raffiniert. Er sieht alles, und zwar mit einem kannibalischen und zugleich nachsichtigen Lächeln. Ich gehe jetzt ist ein heiterer Text, lebendig und spöttisch.« Le Figaro
Der Pariser Kunsthändler Félix Ferrer bilanziert sein Leben: Seine Ehe ist in Monotonie und Gleichgültigkeit erstarrt, seine Galerie für Moderne Kunst steht kurz vor dem Bankrott. Er beschließt, auszubrechen und verläßt seine Frau. »Ich gehe jetzt, sagte Ferrer, ich verlasse dich. Ich lasse alles hier, aber ich gehe weg.« Sein Mitarbeiter Delahaye hat ihm vor kurzem von einem im Packeis gefangenen Schiffswrack erzählt, auf dem prähistorische Kunstgegenstände von unermesslichem Wert lagern sollen. Ferrer besteigt ein Flugzeug nach Montreal und anschließend einen Eisbrecher, der ihn an den beschriebenen arktischen Zielort bringen soll. Was als Ehekrise und satirische Darstellung des Kunstbetriebs beginnt, wird zur Abenteuerreise im hohen Norden, samt Schlittenhunden, Eskimo-Führern und Begegnungen mit Eisbären, und endet nach Ferrers Rückkehr in einem Kriminalroman. Nach fast genau einem Jahr steht Ferrer am Silvesterabend in der Tür des Hauses, in dem er mit seiner Frau gewohnt hatte. Der letzte Satz lautet wiederum: »Ich gehe«.