William Boyd wurde am 7. März 1952 in Accra (Ghana) geboren. Er studierte an der Gordonstoun School, der Glasgow University und am Jesus College in Oxford. Sein erster Roman A Good Man in Africa erschien 1981, während er als Englischdozent am St. Hildas Colleges (Oxford) tätig war, und gewann gleich zwei Preise: den Whitbread First Novel Award und den Somerset Maugham Award. Das Granta Magazine und das Book Marketing Council wählte Boyd 1983 zu den 20 besten jungen britischen Erzählern.
Jan Peter Bremer wurde 1965 in Berlin geboren. 1970 zog er mit seinen Eltern in das damals noch recht rückständige sogenannte Zonenrandgebiet Lüchow-Danneberg. Dort kam er in die Schule und erlernte allmählich das Lesen und das Schreiben. Nach dem Abitur kehrte er nach Berlin zurück und wurde, einem Impuls folgend, Schriftsteller. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin-Kreuzberg.
Mathias Énard, geboren 1972 in Niort (Westfrankreich), lebt, nach längeren Aufenthalten im Nahen Osten, in Barcelona, wo er Arabisch lehrt. Daneben war er Redakteur der französischen Dreimonats-Zeitschrift für Literatur und Philosophie Inculte. Für seinen Roman Zone (dt. Berlin Verlag 2010) wurde ihm der deutschfranzösische Candide-Preis 2008 verliehen, sein neuer Roman war für die Shortlist des Prix Goncourt 2010 nominiert und erhielt den Prix Goncourt des Lycéens 2010.
Katrin Hahnemann studierte Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Journalismus. Sie arbeitete beim Theater und für die Sendung »Ohrenbär « des rbb-Hörfunks. In der Wer-ist das?-Reihe sind von ihr die Biographien über Mahatma Gandhi, Charles Darwin, Martin Luther King, Jane Goodall und Astrid Lindgren erschienen. Sie lebt als Autorin in Berlin.
Deutschlandradio Kultur über die Reihe:
"Ein großes Lob geht an diese Reihe mit Lebensgeschichten von Menschen, die die Welt bewegten: Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder die Verhaltensforscherin Jane Goodall. Obwohl die Biografien für Kinder erzählt wurden, sollten Erwachsene nicht versäumen, selbst darin zu lesen. [...]
In Sprache klar und einfach, in der Sache vielschichtig und abwechslungsreich geht Katrin Hahnemann die Biografien an. Chronologisch erzählt sie vom Werdegang ihrer Protagonisten und verlässt sich klug auf die schiere Wucht der Lebensläufe. Was Menschen wie Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Charles Darwin oder eben Jane Goodall erlebt und geleistet haben, bietet so viele Wendungen, Hindernisse und Mutproben, dass sich der Stoff wie von allein zu entfalten scheint."
Finn-Ole Heinrich, geboren 1982, ist in der Nähe von Hamburg aufgewachsen und hat bis 2008 in Hannover Film studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Hamburg. Seine Bücher für Erwachsene erschienen im mairisch verlag, und er wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Finn-Ole Heinrich hat in den letzten Jahren über 500 Lesungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Schweden, Island und den Niederlanden absolviert. Besonders in Schulen hat er mit seinen multimedial gestalteten Lesungen für Begeisterung gesorgt der Roman Räuberhände erscheint im Herbst als Taschenbuch und wird 2013 Schwerpunkt der Abiturprüfungen in Hamburg sein.
Daniel Höra, geboren in Hannover, wuchs in einer Hochhaussiedlung am Stadtrand auf. Er machte in seiner Jugend selbst Erfahrungen mit Polizei und Justiz. Nach der Schule arbeitete er am Fließband, war Möbelträger, Altenpfleger und Taxifahrer. Er holte das Abitur nach und versuchte sich erfolglos als Student. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet er als TV-Redakteur in Berlin.
Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul, Afghanistan, geboren. Er ist das älteste von fünf Kindern eines Diplomaten und einer Lehrerin. 1976 zog seine Familie nach Paris, wo sein Vater eine Stelle in der Botschaft Afghanistans übernahm. 1980 sollte ihn der diplomatische Dienst wieder nach Afghanistan zurückführen. Doch zu diesem Zeitpunkt befand sich das Land, nach einem blutigen kommunistischen Staatsstreich, im Krieg mit den sowjetischen Invasoren. Khaled Hosseini und seine Familie erhielten 1980 politisches Asyl in den Vereinigten Staaten und zogen nach San Jose in Kalifornien. Nach Abschluss der San Diego Universität lebt Kahled Hosseini heute als Arzt in Nordkalifornien. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein erster Roman Drachenläufer erschien in 40 Sprachen mit einer Weltauflage von 12 Millionen Exemplaren und wurde 2007 mit großem Erfolg von Marc Forster verfilmt.
Sayed Kashua wurde 1975 geboren und lebt im palästinensischen Teil des Dorfes Beit Safafa bei Jerusalem. Er ist Filmkritiker und Kolumnist der in Tel Aviv erscheinenden Wochenzeitung Ha’Ir. Sayed Kashua ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn. Zweite Person Singular ist sein dritter Roman. 2002 erschien im Berlin Verlag sein Debütroman Tanzende Araber (BvT 2004). Da ward es Morgen erschien 2005 (BvT 2006). Seit 2006 schreibt er regelmäßig in der Wochenzeitung Haaretz. Er ist zudem Autor der erfolgreichen israelischen Sitcom Avoda Aravit (arabische Arbeit).
Stephen Kelman wollte immer schon Schriftsteller werden. Aufgewachsen in Luton, einem Arbeiterviertel im Norden Londons, waren die Voraussetzungen denkbar schlecht. Doch er schaffte das, von dem so viele träumen. Mit seinem ersten Romanmanuskript Pigeon English sorgte er für internationales Aufsehen und wurde Übernacht vom arbeitslosen Schriftsteller zum begehrten Debütautor. Vorbei die Zeiten als er sich als Lagerarbeiter, Altenpfleger und Verwaltungsgehilfe durchschlug, oder ein unveröffentlichtes Drehbuch nach dem nächsten schrieb. Kelman ist 34 Jahre alt und sein Roman wird in diesem Frühjahr in zehn Ländern gleichzeitig erscheinen.
Stephan Kelman steht auf der Short List des Man Booker Prize 2011
geboren 1977 in Erlangen, arbeitete nach seinem Zivildienst als Kameraassistent beim Regionalsender Oberpfalz TV in Amberg. Von 1999-2001 war er an der FU Berlin eingeschrieben (Theaterwissenschaften und Publizistik), im Anschluss daran studierte er Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim. Heute ist er am dortigen Institut für deutsche Sprache und Literatur als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
Thomas Klupp lebt in Berlin und Hildesheim, liebt außer der Literatur vor allem die Schweiz, Filme und Fußball. In der deutschen Autorennationalmannschaft trägt er das Trikot mit der Nummer 14 und ist immer wieder im Mittelfeld zu entdecken. Er veröffentlichte Erzählungen in Zeitschriften und Anthologien, gab die Literaturzeitschrift BELLA triste heraus und arbeitet an einer Dissertation zu Poetiken zeitgenössischer Romane.
Wolfgang Korn, geboren 1958, arbeitet als Wissenschaftsjournalist und Autor in Hannover. Er schreibt für Zeitungen und Zeitschriften (u. a. für »GEO« und »DIE ZEIT«) und hat mehrere Sachbücher zu archäologischen Themen veröffentlicht. Zuletzt erschien von ihm »Unsere Geschichte. Von der Urzeit bis ins Mittelalter« (2006).
Sonja Margolina wurde 1951 in Moskau geboren. Seit 1986 lebt sie als freie Publizistin in Berlin. Mit ihrem 1992 erschienenen Buch Das Ende der Lügen. Russland und die Juden im 20. Jahrhundert lüste sie heftige Kontroversen aus. Sie ist Beiratsmitglied des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung „n-ost“. Zuletzt erschien Trinken und Macht in Russland. Brandgeruch ist ihr erster Roman.
Jon McGregor wurde 1976 auf den Bermudas geboren, zog jedoch mit seiner Familie bald darauf nach England und verbrachte seine Jugend in Norwich und Thetford. Er studierte Filmproduktion und Medientechnik und begann in seinem letzten Studienjahr mit dem Schreiben. Seine ersten beiden Romane So oder so und Nach dem Regen wurden für den renommierten Man Booker Prize nominiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Jon McGregor lebt heute in Nottingham.
ANN PATCHETT hat bisher fünf Romane veröffentlicht, darunter Bel Canto, ein internationaler Bestseller, für den sie den Orange Prize for Fiction erhielt. Sie lebt in Nashville, Tennessee, wo sie gerade eine Buchhandlung eröffnet hat.
Leif Randt, 1983 in Frankfurt am Main geboren, studierte in Gießen,London und Hildesheim. 2010 erschien sein Debütroman Leuchtspielhaus (BvT). Leif Randt wurde ausgezeichnet als KulturSPIEGEL-Nachwuchsautor des Jahres, erhielt den Nicolas-Born-Debütpreis, den MDR-Literaturpreis und wurde bei den Tagen der deutschen Literatur in Klagenfurt mit dem Ernst-Willner-Preis 2011 ausgezeichnet. Er lebt in Berlin und Maintal-Ost.
Anna Reid ist Expertin für osteuropäische Geschichte und war Leiterin der Sektion Außenpolitik für den Londoner Thinktank „Policy Exchange“. Außerdem arbeitete sie als Kiew-Korrespondentin für den Economist und den Daily Telegraph. Sie hat bislang zwei Bücher über die Geschichte der Ukraine und Sibiriens verfasst. Blokada ist ihr erstes Buch, das auch auf Deutsch vorliegt. Anna Reid lebt mit ihrer Familie in London.
Louis Sachar wurde 1954 in East Meadow, New York, geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und anschließend Jura. Er arbeitete als Rechtsanwalt und lebt heute als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Austin, Texas.
Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren. Von 1983 bis 1988 studierte er Klassische Philologie in Jena und arbeitete anschließend als Dramaturg am Landestheater in Altenburg. Im Herbst 1989 verließ Ingo Schulze das Theater, um als politischer Journalist zu arbeiten. 1993 lebte er für ein halbes Jahr in St. Petersburg, wo er half, ein Anzeigenblatt redaktionell aufzubauen.
Foto: Jim Rakete
Für sein Debüt 33 Augenblicke des Glücks erhielt Ingo Schulze 1995 u. a. den Förderpreis des Alfred-Döblin-Wettbewerbs sowie den »aspekte«-Literaturpreis. Der New Yorker druckte 1997 drei Erzählungen aus dem Band ab - eine Ehre, die unter den deutschsprachigen Autoren zuletzt Max Frisch zukam - und ließ ihn im April 1998 als einen der »Five Best European Young Novelists« von Richard Avedon porträtieren. Für seinen zweiten Erzählband Simple Storys erhielt er 1998 den Berliner Literaturpreis. 2001 wurde Ingo Schulze, zu gleichen Teilen mit Thomas Hürlimann und Dieter Wellershoff, der »Joseph-Breitenbach-Preis« verliehen. In dem Briefroman Neue Leben, in dem er ästhetisch neue Wege geht, erwartet den Leser ein breit angelegtes Panorama des Jahres 1989 und seiner Folgen. Neue Leben wurde in die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2006 gewählt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann vergab im Juni 2006 an Ingo Schulze das Massimo-Stipendium 2007, das für einen einjährigen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom steht. Im März 2007 erhielt Schulze für seinen Erzählungsband Handy den »Preis der Leipziger Buchmesse«. Mit Adam und Evelyn stand er 2008 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Ingo Schulze ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt.
Zeruya Shalev lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Jerusalem. Berühmt wurde sie mit ihren zwei internationalen Bestsellern Liebesleben und Mann undFrau. Späte Familie bildet den Abschluss der Trilogie über die moderne Liebe. Im Januar 2004 wurde Zeruya Shalev unweit ihres Hauses durch ein Selbstmordattentat schwer verletzt, als ein voll beladener Bus neben ihr explodierte und neun Menschen ums Leben kamen.
Darin Strauss hat in den USA drei Bestseller veröffentlicht und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Frau und Zwillingen in Brooklyn.
Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik, freier Rezensent (Frankfurter Rundschau u.a.) sowie bis 2003 Mitherausgeber der internationalen Literaturschachtel Die Aussenseite des Elementes. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften erschienen im Berlin Verlag die Gedichtbände »Probebohrung im Himmel« (2001) und »Guerickes Sperling« (2004) sowie ein Band mit Übersetzungen ausgewählter Gedichte von James Tate, »Der falsche Weg nach Hause« (2004). Zusammen mit Björn Kuhligk publizierte er die Anthologie »Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen« (DuMont Literatur- und Kunstverlag 2003) sowie das Buch »Der Wald im Zimmer. Eine Harzreise« (Berliner Taschenbuch Verlag 2007).